Sezieren in Bio, Lochkameras in Physik, Flammenfärbung in Chemie,... Unterricht wird immer dann besonders interessant, wenn man nicht nur über theoretische Themen spricht, sondern sie an praktischen Objekten entdecken darf. Und welcher Ort wäre da für den Geologieunterricht besser geeignet als die Alpen.
| Die ganze Exkursionstruppe auf den "Resten" der alten Sulzenauhütte
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| Während einige die Mittagspause zum entspannen nutzten, ging es für einige auf das Peiljoch, im Hintergrund der Sulzenauferner und der Gletschersee mit der typischen Färbung
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| Blick auf eine beeindruckende Seitenmoräne und die "Blaue Lacke", in der eine Brille für die Ewigkeit verschwand... im Hintergrund Fernblick ins Stubaital
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| Unterwegs auf über 2500m ü. NN.
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| Im Tal, kurz vor der Rückfahrt nach München...
| In der dritten Schulwoche war es schließlich soweit. Mit vollgepackten Rucksäcken und voller Vorfreude stiegen wir morgens an der Schule in den Bus ein, der unsere beiden Geologiekurse mitsamt sechs Begleitpersonen in die Stubaier Alpen nahe Innsbruck bringen würde. Vom Parkplatz aus erwartete uns dann ein mehrstündiger Aufstieg zur Sulzenauhütte. Da jeder sein Gepäck selbst mit auf über 2000m nehmen musste, hatten die meisten nur das nötigste dabei. Herr Albani mit seiner Gesteinssammlung und Herr Feßmann mit seinem XXL Nutella Glas eingeschlossen. Dafür gab es oben angekommen neben den ersten Referaten und kalten Duschen auch bald eine stärkende Mahlzeit, gefolgt von vielen lustigen Kartenspielrunden.
Am nächsten Tag brachen wir dann zu den umliegenden Seen auf. Neben vielen beeindruckenden Gesteinsformationen und Gletschern blieb einigen Mutigen vor allem das Bad im eiskalten Gletschersee im Kopf. Auch an das abendliche Gespräch mit Sigmar, dem Hüttenwirt, werden sich die meisten wahrscheinlich noch lange erinnern. Gut gelaunt berichtete er von der turbulenten Geschichte der Hütte und den Herausforderungen, die die Bewirtschaftung einer Hütte mit sich bringt.
Und ehe wir uns versahen, brach bereits der dritte und letzte Morgen unserer Exkursion an. Nach den vielen Referaten und Erfahrungen der vergangenen Tage ging es nun noch einmal dran all das Wissen zu Vulkaniten, Plutoniten, Metamorphiten, Sedimentgesteinen, dem Gesteinskreislauf und den Alpen zusammen zu fassen, bevor wir uns an den Abstieg machten. Dankbar für eine der spaßigsten, spannendsten und lehrreichsten “Unterrichtsstunden” unserer Schulzeit, wissend, dass der Bus bereits darauf wartete, uns zurück in unseren Schulalltag zu befördern.
Tobias
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